Badische Landesbühne

Nichts- was im Leben wichtig ist

nach einem Roman von Janne Teller
Textfassung Andreas Erdmann
Premiere: 
19. Januar 2013
Eines Tages steigt Pierre aus seinem bisherigen Leben aus, um künftig in einem Pflaumenbaum zu nisten, der direkt am Schulweg der anderen Klassenkameraden steht. Ungefragt konfrontiert er sie von dort oben mit zynischen Aussagen über die Nichtigkeit der menschlichen Existenz, die alles in Frage stellen. „Nichts bedeutet etwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun.“ Zuletzt beschließen seine Mitschüler heimlich einen „Berg der Bedeutung“ zusammenzutragen, um zu beweisen, dass das Leben sehr wohl einen Sinn hat. Der Plan ist einfach und brutal: jeder muss opfern, was ihm wichtig ist. Schnell entwickelt sich eine Eigendynamik innerhalb der Gruppe, die zu der Logik „Je schmerzvoller das Opfer, desto größer die Bedeutung“ führt. Da immer derjenige, dem gerade etwas genommen wurde, vom nächsten Mitschüler etwas einfordern kann, entspinnt sich schon bald ein brutaler Opferreigen, der keine Grenzen mehr kennt.
Besetzung: 
Stefanje Meyer: Agnes
Marian Funk: Pierre Anton
Sandra Förster: Mädchen 2
Charlotte Saphire Alten: Mädchen 3
Markus Wilharm: Junge 2
Frederik Kienle: Junge 3
Ausstattung: 
Matthias Wulst
Musik: 
Felix Leuschner
Dramaturgie: 
Olivier Garofallo
Regie: 
Ulf Goerke
Foto(s): 
Peter Empl

Kritiken

Badische Neueste Nachrichten

Eine beeindruckende Leistung von Regie und Ensemble, die das Premierenpublikum mit viel Applaus honorierte.

Bruchsaler Woche

Durch die großartige schauspielerische Leistung und die intensive, aber nicht sensationslüsterne Inszenierung von Ulf Goerke bleibt die Botschaft für das Publikum hart, aber in einem erträglichen Rahmen.

Schwäbische Zeitung

Eben noch schwirrte es in der Stadthalle, Gelächter, als das Licht aus- und nochmals anging, ehe die Vorstellung der Badischen Landesbühne Bruchsal für Jugendliche ab 14 begann, doch nach wenigen Minuten waren nur noch die Stimmen der sechs Spieler zu hören. Spiel und Handlung entwickelten einen Sog, dem sich keiner entziehen konnte.