Theater Regensburg

Die Geschichte von Lena

von Michael Ramløse
Premiere: 
13. Oktober 2012
Wie jedes Jahr fährt Lena in den Sommerferien mit ihren Eltern nach Schweden. Diesmal kommt auch ihr großer Bruder Klaus mit, und deshalb muss Lenas Freundin Maria zu Hause bleiben. Als die Ferien zu Ende sind, freut Lena sich riesig, ihre Freundin wieder zu sehen. Doch in der Schule ist nichts mehr wie zuvor. Maria steht auf dem Schulhof und liest den anderen Kindern laut aus Lenas Urlaubsbriefen vor. Alle lachen Lena aus und allen ist nach der Geschichte mit dem Kuhfladen klar: Lena stinkt!
Zuerst glaubt Lena, dass der Spott schnell vorbeigehen wird, aber es kommt alles anders: Ihr Platz in der Klasse neben Maria ist besetzt, keiner will mehr mit ihr spielen, und sogar ihre neuen Stiefel finden alle uncool. Als schließlich nicht mal zu ihrem Geburtstag jemand kommen will, hält Lena es nicht mehr aus. Eines Morgens ist sie verschwunden...

eingeladen zum Festival Panoptikum, Nürnberg
Besetzung: 
Sina Reiss und Stefan Mascheck
Ausstattung: 
Ulf Goerke
Dramaturgie: 
Eva Veiders
Regie: 
Ulf Goerke

Kritiken

Mittelbayerische Zeitung

(...) „Die Geschichte von Lena“ klagt weder an, noch erhebt sie mahnend den Zeigefinger. Auch als Lehrstück eignet sich das sensible Portrait der plötzlich in Ungnade gefallenen Schülerin kaum. (...) Die beiden jungen Bühnenkünstler schlüpfen in sämtliche Rollen. Ein ständiger Wechsel, für jüngere wie ältere Zuschauer anfänglich eine Herausforderung. Schauspielerisch toll gemeistert, konnte man sich dennoch in diese ständigen Verwandlungen gut einfinden. Dabei half es, dass die beiden die Requisiten für eine Szene, auf Sperrholzplatten aufgemalt, jeweils links und rechts von der nackten Bühne von Haken, wo sie hingen, herunternehmen mussten. In Schlitze gesteckt, konnten sie auch noch zweiseitig verwendet werden. Ein prima Einfall! Witzige Späße, wie der zappelnde (Gummi-) Fisch, den Lena gefangen hat, lockerte die nachdenkliche Stimmung, ohne dass daraus Klamauk wurde. Eine durch die Erzählerrollen streckenweise verknappte und damit ein wenig abstrakte Inszenierung, die alles Wesentliche plausibel und nachvollziehbar rüberbringt.